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"Eine lange Reise" oder "Straßenkinder in Australien"

Knapp 40 Grad Außentemperatur, roter Sand soweit das Auge reicht, seit der letzten Begegnung mit einem anderen Fahrzeug ist eine Stunde vergangen… Willkommen auf der längsten Straße der Welt , 168 km nur geradeaus! Australiens Mitte ist ein Synonym für Einsamkeit. Liam sitzt am Steuer, ich bin Navigator, Elli schläft auf dem Rücksitz und Kaschi ist in ihr Buch vertieft. Die Klimaanlage rauscht, aus dem Laptop singen „The mamas and the papas“ „California dreaming“. Als die Dämmerung einbricht (Känguru  Primetime) wird es Zeit den Campingplatz in der Wildnis an zu steuern, ein Feuer zu machen, zu kochen und die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Wo ist der Junge mit der Gitarre und die Sternschnuppen? 5 Tage am Stück jeden Tag ca. 6 Stunden Auto fahren, schlafen, Auto bepacken, rote Sonne, Kängurus und lange Gespräche. Wir haben die Zivilisation hinter uns gelassen und sind auf dem Weg von Adelaide nach Perth. Seit einer Woche sind wir nun wieder Straßenkinder und es wurde Zeit, das Konto zu checken und sich über das hart verdiente Traubengeld zu freuen, denn Nahrung für Mensch und Maschine haben ein dickes Loch in unsere Geldbeutel gefressen. Doch seltsamerweise sieht unser Konto nicht wohlgenährt aus, sonder eher ausgedörrt. „Keine Panik, alles gut!“ -  wir rufen einfach den Supervisor an und fragen was los ist. All right: jetzt ist Panik! Der Supervisor stellt sich dumm und kennt unseren Namen nicht mehr;  kein Geld und es sind noch 600 km bis Perth.

 

Ordnung muss sein - Tetris für Fortgeschrittene!

Ein Blick aus dem Fenster bei schneller Fahrt... Wenigstens braucht man nicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten - es gibt ja keine!

Archäologische Funde und die Feststellung ich sollte vielleicht Handmodell werden und in dem Bussiness große Karierre machen anstatt stupide Früchte zu pflücken...

96 km bis zum nächsten Schild.... Und dazwischen die Möglichkeit eines der abgebildeten Tiere zu überfahren...

Jeder ist mal dran, die größte Gefahr der Strecke ist nämlich Langeweile und Müdigkeit

Eine Impression was "lang" wirklich bedeutet - bis zum Horizont keine Kurve und man kann gefahrenlos herumschlendern...

Die Nullabor Plain - ein Garant für Spaß und Aktion! :D

Wir sind in Esperance, ganz weit im Südwesten. Die Stadt ist klein aber touristisch. Eine traumhafte Bucht namens Lucky Bay, welche an den Strand aus der Bountywerbung erinnert, hellt den Tag auf. Der Himmel spiegelt unsere Stimmung wieder: friedhofgrau. Ich traue mich als Einziger ins Wasser und werde dafür mit einem Delfin belohnt, der 100 Meter neben mir aus dem Wasser springt und sich seines Lebens freut. Jetzt wird es ernst: alles Geld auf einen Haufen und zählen. 15 Sekunden später Resignation: 21 Dollar und 35 Cent. Und das durch vier! Immerhin ein voller Tank. That‘s it. Es wird überlegt, diskutiert und geflucht. Telefon raus und ortsansässige Fast Food Ketten, Golfclubs,  Hotels und im Hafen angerufen . Keine Jobs, nothing, Saison ist vorbei, sorry guys…. Ich wühle in meinen Gedanken - ein Gespräch fast ein Jahr zurück - Gedankenfetzten rasen durch meinen Kopf: „Western Australia… Kalgoorlie- Bolder… Mienenstadt… 5000 Dollar die Woche…“ Bähm! Da ist es! Ein Schulkamerad (Danke Pierre) hat uns von dieser Stadt, welche nur 400 m von uns entfernt ist, erzählt. Okay, Liam googlet die Nummer eines Hostels und ruft an. Die Frau klingt sehr nett und erzählt uns, dass der Rummel in der Stadt ist und die Stadtverwaltung Leute braucht, die helfen das Gelände auf Hochglanz zu bringen. 15 Dollar die Stunde nach Steuern. Plötzlich kommt die Sonne hinter den Wolken hervor.

Nur die Sonne wollte nicht so Recht, sonst perfektes Urlaubfeeling

Panoramablick über den Lucky Bay - ob er uns auch Glück bringt?

Ellis neue Schuhe die neben dem perfekten Sand garnicht mehr so neu scheinen...

"Der Denker"

Posing und Acting please! Mutige Höhlenforscherin...

"Na Hallo!" - Wagemutig wird sich bei allen Witterungsverhältnissen ins Wasser geworfen...

Los geht’s: 4 Stunden Fahrt durch die Wüste… Es wird dunkel, aber Elli bringt uns sicher ans Ziel. Kalgoorlie heißt unsere neue Heimat für ein paar Wochen. Breite Straßen, Mienen, Gold, eine Stadt getragen vom Reichtum des Goldes. Am nächsten Morgen wird gearbeitet! Ähm… Arbeiten ist zu viel gesagt, es wird viel gestanden, bisschen Möbel verrückt und viele Soft Drinks getrunken. Die Stadt hat ca. 20 Leute für eine Arbeit angeheuert, welche 5 Leute in 2 Tagen verrichten können. Wir arbeiten 4 Tage und freuen uns über leicht verdientes Geld. Was gibt es noch zu berichten? Ja: St. Patricks Day - ein irischer Feiertag, der aufgrund vieler Leute von der kleinen grünen Insel, auch auf der großen roten Insel gehörig gefeiert wird. Um den Abend kurz zu fassen: viel Grün, viel Guiness und viele Kopfschmerzen am nächsten Tag. Happy days und Arbeit in Aussicht für die nächsten Wochen - will noch nicht zu viel verraten, aber wir bleiben Straßenkinder…

Ganz traditionell in Grün... Nur der Engländer tanzt wieder aus der Reihe! Zu posch...

 

"Bunnings Warehouse" - Hoch motiviert stürzen wir uns auf jedes Jobangebot mit Begeisterung!

"Was bitte? Siehst du nicht das ich beschäftigt bin?" Becks schmeckt eben doch besser als Guiness also schweigen und genießen...

Eins muss man uns lassen, ein schönes Paar sind wir schon! Auch wenn Elli immer über meinen neuen Bart schimpfen muss...

Liebe Grüße an alle

Elli und Cons

15.4.10 13:42


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Kunterbuntes Treiben in Adelaide…

…ADELAIDE… Impressionen verschiedener anderer Backpacker die an uns weitergegeben wurden: langweilig, nichts besonderes, nicht viel los, ich mag dies und das mehr…

Wir haben die Stadt allerdings in einem anderen Licht gesehen! Was wohl wahr ist: Es ist nicht so eine weltoffene und schnelllebige Atmosphäre wie Melbourne und man sieht auch längst nicht so viele Leute, aber trotzdem hat es uns eigentlich ganz gut gefallen… Vielleicht war auch nur unsere Ankunft besser? Wir bekamen nämlich die wohl beste Begrüßung, die man sich als Backpacker vorstellen kann… SERIOUSLY!

 Warum? Ganz einfach:

Wir wussten wie immer nicht so genau wo wir an diesem Abend übernachten sollten (wussten wir nie irgendwie, aber als nun erfahrene Auto-Reisende haben wir gelernt!) und machten uns deshalb erst mal auf zu Liam‘s Onkel, der in einem Suburb von Adelaide lebt. Was sich im Nachhinein als ein wahrer Himmel auf Erden entpuppte! Obwohl da sein Neffe mit 3 random Germans vor der Tür stand wurden wir unglaublich freundlich begrüßt und gleich auf Gästezimmer verteilt und so schnell konnten wir  gar nicht schauen saßen wir auch schon am Tisch und hatten einen Kaffee und später das wohl beste Barbeque Australiens vor uns stehen. Unsere Gastgeber Doug und seine Frau Laurie verwöhnten uns wirklich unglaublich mit allerlei Leckereien und Tipps und das sogar mehrere Tage! Wir führten viele nette Gespräche und spielten lange mit Hamish, einem kleinen Hündchen und dem eigentlichen Herrn des Hauses! ^^ Nach einem unglaublich leckeren Sonntagmorgenfrühstück kamen wir dann auch in den einmaligen Genuss einer „Dougy-Tour“, denn Liams Onkel lud uns auf eine Rundfahrt durch die Umgebung ein…. Viele schöne Ecken gesehen, die vielleicht manchem Tourist entgehen.

Liam und unser Gastgeber...

Hamish an seinem Geburtstag... ^^


 Jacobs Creek - ein berühmter Vineyard im Barossa Valley

Wine tasting! In dem Glas befindet sich ein Tröpfchen für 100$... Nobel nobel!

the "Whipsering Wall"

"the Buchter Shop" - ein Rest der Goldrush Zeit...

Wir genossen also das Leben und machten uns Montag früh auf Job- und Campsidesuche, ewig wollten wir die Gastfreundschaft schließlich nicht ausnutzen und wir sind ja auch nicht nach Australien gekommen um dann dort noch mehr „bemuddelt“ zu werden als zuhause… Außerdem haben wir so viel gegessen das wir nach längerem Aufenthalt wahrscheinlich geplatzt wären…. ^^

Gesagt getan jedenfalls, Zeitung aufgeschlagen, Jobangebote markiert, Handy gezückt, erste Nummer gewählt und…. ZACK! Da war der Job! „Ja, wir brauchen jede Menge Leute, Grape picking, Cash in Hand, kommt einfach zu dem und dem Zeltplatz, da leben alle unsere Picker und dann geht’s morgen früh los, Treffpunkt Foodland Lobethal.“ Das war einfach…. Zu einfach? Ja, irgendwie schon wie wir noch merken sollten….

Wir fuhren also nach Mt. Pleasant (laut Liams Onkel „gleich um die Ecke“ und dann tatsächlich eine Stunde Fahrt – die Entfernungsvorstellungen gehen mit Europa weit auseinander hier!) und schlugen unser neues geliehenes Monster von Zelt auf der dortigen Wiese auf. Ok, das war einfach… Schwieriger war dann das mit der Arbeit am nächsten Morgen… Also ich mein: „Wann war das doch gleich und wo ist denn verflucht noch mal Lobethal?“  Aber auch dieses Problem ließ sich mit Hilfe von anderen Campenden und google.maps beheben…. Zu viert krochen wir also ins Zelt, woraufhin wir am nächsten Tag die Schlafordnung noch einmal neuordneten, denn Kaschi und ich wurden gegeneinander und von den beiden außenliegenden Männern gequetscht… ^^ Warm war’s wenigstens, die Nächte können dort nämlich sehr kalt sein…. Brrrrrr….

unser zuhause

Mt. Pleasant - der "Arsch" von South Australia 

RRRRIIIIINNNNGGGGG!!!! Der Wecker schellte am nächsten Morgen halb 6, was er auch die nächsten Tage noch tat und es ging also zu Viert (ein paar Tage später gesellte sich noch eine ältere, autolose und sehr gesprächige Dame zu unserer Fahrgemeinschaft) Richtung Lobethal! Großes Schauspiel auf dem Parkplatz: sehr viele Autos, sehr wenig Organisation, ein „Fuck off, you fucking fucker!“ zu irgendjemand brüllender Supervisor und viel, viel Wartezeit bis wir dann mal eine Traube gesehen haben…

Die Arbeit an sich? Naja… Lassen wir’s mal so sagen: die Trauben sind lecker, dafür ist die Bezahlung mies und man buckelt sich regelrecht den Rücken krumm! Arbeitsbeschreibung? Man schneidet mit einer äußerst scharfen „Snip“ (die auch gerne mal in eigene und fremde Finger schneidet) die Trauben von der Rebe, wobei einem dauernd einer „Nice and clean! Don’t left any behind!“ ins Ohr brüllt, wirft diese in einen 15 Liter Eimer, schreit nach Auffüllen dessen laut „Bucket!“ (oder wie die Franzosen: „Baguette!&ldquo, woraufhin wenn man Glück hat ein „Bucketboy“ erscheint, sich deine Nummer (die man am Anfang der Tages gesagt bekommt) aufschreibt und den „Bucket“ in einen großen Trog schüttet (ohne Glück muss man die vollen  Eimer erst mal bergauf und -ein schleppen, heißt ja nicht umsonst Adelaide Hills die Gegend&hellip. Mit Beendigung dieses Vorganges hat man jedenfalls 2 $ verdient! Wow… Im Nachhinein betrachtet haben wir also je nach Beschaffenheit der Trauben zwischen 30 und 110 $ pro Tag verdient… Schöne Drecksarbeit, aber was tut man nicht alles! Ärgerlich nur das uns erst nach Aufnahme unsere Tätigkeit mitgeteilt wurde, dass man erst 2 Wochen arbeiten muss und dann die Woche drauf bezahlt wird! Na klasse… Zum Glück war noch Kirschengeld über und wir konnten nach 2 Wochen schuften bei 40°C die Campside verlassen, mit dem guten Gefühl genug Geld verdient zu haben um uns ein paar schöne Tage in Adelaide zu machen, nach Perth zu fahren und dann dort erst mal in Ruhe auf Jobsuche gehen zu können. Merkt euch diesen Plan, der wird später noch eine große Rolle spielen!

immer mit Elan bei der Sache!

Grapes, grapes, grapes.... Pinot!

die dreckigen Picker mit dem verdienten Feierabendbier...

…ERKUNDUNG… von Adelaide und Umgebung jedenfalls war das Motto der nächsten Tage und wir stürzten uns fleißig ins Abenteuer, schließlich wollten wir uns nicht ewig in South Australia aufhalten sondern schnell in den nächsten Staat switchen…

Wir waren in einem wunderbaren Wildlife Park und fütterten und streichelten dort jede Menge einheimische Tiere. Dort sahen wir auch endlich mal so einen verflixten tasmanischen Teufel, der sich auf seiner Herkunftsinsel so gut vor uns verborgen gehalten hat.


ein hässlicher Vogel... Aber cool die Emus!


Wir waren in Hahndorf, der ersten deutsche Besiedlung in Australien und einem Touristenwitz. Brauhaus an Brauhaus mit deutscher Bierzelt-Schunkel-Musik, jede Menge Würsten, Bier und Oktoberfestatmosphäre. Diese 3 Dinge (Wurst, Bier und Oktoberfest) machen den Australiern nach Deutschland ja auch aus! Ich mein was gibt’s denn da auch schließlich noch? Trotzdem konnten wir es uns dann doch auch nicht nehmen lassen uns bestellten ein typisch deutsche Delikatessenplatte für 2 und tranken ein Bier… ^^

huuhuhu... Eisbein, Kassler & Co.


Wir buchten ein Hostel mit einem schönen 3-Mann-Zimmer mitten im Zentrum von Adelaide und entspannten uns dort ein paar Tage im schönen weichen Bett, mit der Voraussetzung allerdings das ich mich immer doch den Hintereingang rein und raus schlich – zum Glück ohne das dies keiner in den 3 Tagen bemerkte!

mein persönlicher Eingang und unser Stuff...

Wir besuchten Port Adelaide und schlenderten auf dem größten Trödelmarkt herum den ich bis jetzt gesehen habe und fuhren schließlich mit einem Schiff vom Hafen aus den Fluss entlang und sahen Delfine! (Also eigentlich einen Delfin, aber der war dafür sehr nah)

hier gibts alles was man sich vorstellen kann, brauch oder auch nicht braucht...

der Delfin...

auf dem Schiff...

Wir machten einen Kulturtag und schlenderten durch das sehr interessante und riesige South Australia Museum und hinterher noch durch die Kunstgalerie und bildeten uns ein wenig weiter nach den stupiden Picking-Jobs. Eintritt for free und wirklich sehr sehenswert!

Manche Aussies sehen ihren haarigen Inselmitbewohnern sehr ähnlich stellen wir fest... Ein Riesenkänguru im Museum! 

Wir genossen die Atmosphäre des Fringe Festivals, dem zweitgrößten Art Festival weltweit und sahen Kunst, Straßentheater, wunderbare Kulissen, Kultur der Aborigines, Musik usw…

Straßen- und Lichtkunst

UND wir machten uns nach ein paar schönen Tagen und mit frischer Energie und frisch gewaschenen Sachen auf den 2600 km langen Weg nach Perth in Western Australia….

So viel also dazu erstmal… Fortsetzung folgt! Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim Lesen!

Liebe Grüße nach zuhause, Elli & Cons  

 

27.3.10 17:18


Back on the mainland....

Wo waren wir denn nun stehen geblieben in unserer Story? Ach ja, unsere „Flucht“ mit der Fähre aus Tasmanien… Ich muss immer erst nachlesen, denn wir erlebten so viel in den letzten Wochen und sind auch in unserer Dokumentation so weit zurück, dass ich euch lieber alles nur abschnitt- oder „brockenweise“ vorsetzen möchte.

Melbourne also… Es fühlte sich irgendwie gut an, nach der langen Zeit wieder Großstadtluft zu schnuppern und in unserem alten Revier zurück zu sein. Allerdings stellten sich uns einige interessante unerwartete Schwierigkeiten in Form von AC/DC und deren Fans in den Weg. Besagte Band spielte nämlich 3 Konzerte in der Stadt, weswegen wir erstens unendlich lange im Verkehr steckten und zweitens kein Hostel mehr frei war. Aber wenn das nicht genug wäre! Als wir ahnungslos durch die Stadt schlenderten ging ein sintflutartiges Unwetter los, so dass innerhalb von einer halben Stunde alle Straßen überflutet waren, wir bis auf die Knochen nass und andere Backpacker sich entschlossen mitten auf der Brücke zu duschen (mit Shampoo!). Und was passiert mir natürlich?! Ich trete, da ich die Straße nicht sehen konnte in einen eingebrochenen Gully und hole mir natürlich ein paar schöne Schrammen! Hätte allerdings auch noch dümmer ausgehen können. Nass, verletzt und wütend kam dann unsere Rettung allerdings in Sam, einem alten Bekannten der zusammen mit einem Freund der glücklicherweise dieses Wochenende nicht da war ein Luxusapartment in der Innenstadt teilt und wir dort freundlicherweise übernachten durften… Der Himmel auf Erden! Ein Apartment mit riesigem weichen Bett und wunderbarem Ausblick auf alle AC/DC-Verrückten.

Wir verlebten also ein paar schöne Tage und ließen es uns nach unserer harten Arbeit mal so richtig gut gehen… Jeder ein paar neue schicke Schuhe (haben wir auch gebraucht), gutes Essen und auch viele alte Bekannte.

Tag 3 machten wir uns also spät, spät auf den Weg, da wir uns noch ewig mit Sam und Matt und Katja verplauderten, auf in Richtung Great Ocean Road und erreichten dann Torquay auch kurz nach Mitternacht, wo natürlich keine Campsite mehr auf war und wir unser Zelt im Park aufschlugen. Am nächsten Morgen wurden wir dann recht unfreundlich geweckt durch einen Herren der doch tatsächlich versuchte an das Zelt zu klopfen und uns eine Strafe für illegales Campen gab, die wir beschlossen zu ignorieren… Der Herr hatte ja außer Namen von uns nichts, nicht mal einen Passport wollte er sehen! Schön dumm auch…

Interessanter Start, aber wenigstens waren wir zeitig wach und konnten uns gleich ins Abenteuer stürzen. Die Great Ocean Road ist wunderschön und ich könnte wohl endlos viele Stunden damit verbringen alles zu beschreiben, deswegen möchte ich lieber Bilder sprechen lassen.

Alles in allem ist die Great Ocean Road eine Küstenstraße, die auf der einen Seite das wunderschöne Meer mit tollen Stränden und einmaligen Felsformationen zeigt und auf  der anderen Berge und Nationalparks, mit Regenwald, Koalas und Wasserfällen. Wir verbrachten ein paar wunderbare Tage und konnten uns gar nicht satt sehen, verbrachten Stunden am Strand und mit Erkundungen…












paradiesisch...

riesige Baumgiganten...

twelve Apostels...

the Arch

"Grotto"

Riesenalgen! iiihhh

Aber auch im Inland von Victoria waren wir einen Tag (Valentinstag) und wollten dort den Hanging Rock, einen heiligen Felsen und eine einmalige Felsformation besichtigen. Lustigerweise wurde dort auch ein Film gedreht „Picknick at Valentins Day“ oder so, der von einigen Mädchen berichtet, die dort an diesem Tag spurlos verschwanden… Huuuuhhhh! Dort angekommen stellten wir allerdings wieder mal fest wie verrückt doch die Aussies sind… Veranstalten die doch neben diesem heiligen Platz der Aborigines eine Carshow! Und mit was für Karren… Wir hatten also Oldtimer auf der einen und klettern und Picknick auf dem Hanging Rock auf der anderen… War gut auf jeden Fall!

 

Hanging Rock

Picknicktime

Nach Beendigung dessen ging es dann weiter nach South Australia, und wir fuhren befanden uns im 3. von 8 Staaten… Immerhin!

Auch dort gab es manches zu entdecken, auch wenn wir eigentlich „nur“ nach Adelaide fahren wollten, machten wir einen Stopp im Mt. Gambier mit dem „Blue Lake“. An sich denkt man ok, See, blau, schön, was ist dabei? Aber dieser See war wirklich blau! Habe noch nie so ein durchdringendes Blau in der Natur gesehen, die halbe Stunde ins Wasser starren war’s schon wert dort anzuhalten. Ach der Naracoote Cave National Park (UNESCO), der berühmt für seine zahlreichen Kalksteinhöhlen ist wurde näher betrachtet und wir übernachteten dort. Nachts schlichen wir uns noch mal zur „Batcave“ und beobachteten die Fledermäuse, bevor wir uns am nächsten Tag auch in die Höhlen aufmachten und dort eine Führung mitmachten. War wirklich interessant!

Blue Lake

Naracoote

Nun ja, was gibt’s dann auf dem Weg noch zu berichten? Der Rest bestand eigentlich in Fahren… Pretty much!

Das soll’s also erst mal gewesen sein, der nächste Eintrag folgt in ein paar Tagen, und dann werdet ihr erfahren was nach unserem Eintreffen in Adelaide alles so wiederfahren ist… Crazy storys! Das könnt ihr mir glauben… ^^

Bis dahin also, liebe Grüße an alle zuhause, wir holen zeitlich hier bald auf und ich hoffe ihr könnt auch so viel lesen…

Bye bye Elli


21.3.10 09:33


Huon Valley Backpackers: Why not? Oder: “Madness in Tasmania”

So Ladies und Gentlemen hier der lang ersehnte 2. Teil von „ Elli und Cons erobern Tasmanien“.

Nach dem wir das süße Reiseleben, welches ja leider ein abruptes Ende nahm (vielen Dank nochmal an alles zu hause die uns aus dieser schwierigen Situation geholfen haben), wurde es Zeit endlich wieder Geld zu verdienen. Kaschi und Liam hatten uns ja einen Platz im Workinghostel gesichert, sodass wir von unserem letzten Geld die erste Miete bezahlen konnten und uns schworen Erdbeeren zu pflücken bis uns grüne Haare wachsen. Zum Thema Erdbeeren: absoluter Mist! Man steht zu unchristlichen Zeiten auf, arbeitet so schnell wie möglich und verdient quasi nichts. Das Geld reichte gerade um essen für eine Woche zu kaufen und Miete zu bezahlen. Tja, greif mal einem nackten Mann in die Tasche… Erschwerend kam hinzu das unser neues Hostel sich in der Mitte vom Nichts befand, was bedeutet wenn man einkaufen möchte, muss man hoffen das ein freundlicher Autofahrer auf das Daumensignal reagiert und einen die 11 km bis zum Supermarkt mitnimmt. Nach der ersten Woche dachten Elli und ich, dass Tasmanien vielleicht doch ein Fehler war... Dann allerdings lösten sich alle Probleme auf einen Schlag! Der Messias in unserem Fall hieß Kirschen. Als wir eines Abends wieder einmal enttäuscht ins Bett gingen, klopfte es an unserer Tür und es wurde uns verkündet, dass wir am nächsten Tag auf eine Kirschenfarm anfangen können. Wir waren überglücklich, da wir gehört hatten Cherries sind gutes Geld, was ja schließlich auch der Fall war… Fast 800 Dollar pro Woche sind für jeden der Wahnsinn . Die Arbeit war auch nicht so ansträngend und tasmanische Kirschen sind echt lecker. Also waren unsere Probleme erst einmal beseitigt und unser Alltag wieder bunter geworden.

"Team Cherry"

der Feind lauert überall...

fleißige Picker!

im Kirschdschungel...

mhhh.... lecker! Eine wahre Pracht, isn't it?

Vielleicht noch ein Wort zu unserem Hostel: Jayne, die gute Frau der das Hostel gehört, versucht einem armen Backpacker Geld abzuknöpfen wo sie kann, dafür bekommt man auch schönes oranges, kaltes Wasser… Alles eine ziemliche Frechheit, aber naja: Monopole können eben meistens die Regeln selbst bestimmen.

All diese harten Bedingungen hatten aber auch einen riesigen Vorteil, man wächst mit allen Leuten im Hostel zu einer richtigen Familie zusammen, weil jeder eben in der gleichen Situation steckt. Besonders Heli (Ellis Girl aus Estland), Ben (unser englischer Busfahrer und Entertainer), Eric (unser Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln), so wie unsere 2 Andys (2 deutsche Partybomben) sind uns schon sehr ans Herz gewachsen. Harte Zeiten schweißen eben zusammen. Jede Woche von früh bis spät arbeiten hatte zur Folge das es am Wochenende partytechnisch auch ordentlich rund ging. Good times auf jeden Fall!

Singstar evening...

der neue Superstar wählt seine Musik...

ein schöner Kerl! ^^

Eric, Jules & ich

 

mit der Heli...

Ben in seiner Lieblingspose... ^^

eine bisschen Würze!

englisch breakfast! genial...

Elli und ihr neuer Freund... Muuuuuurrrrrrrppppphhhhiiii.....

die zwei Unzertrennlichen!

Gartenparty mit Verlobung als Anlass... In einem Hostel kann alles passieren!

"Lass mal schauen wie spät's ist!" ^^

Wir verließen Tasmanien also mit einem lachenden und einem weinenden Auge und freuten uns auf 3 Tage back in Melbourne, bevor das Abenteuer weiter ging…

 

der letzte Blick zurück auf der Fähre... 

Wir würden uns über ein paar Gästebucheinträge sehr freuen und liebe Grüße an alle zu hause!

P.S.: Kennt ihr schon unseren neuen Reisegefährten und unsere Wohnung auf vier Rädern?

Unser neues Baby, ein 20 Jahre alter Holden Commodore der uns hoffentlich 1. um Australien fahren wird und 2. auch hoffentlich nicht zwischendrin den Geist aufgibt! Bis jetzt leistet "the Biest" aber gute Arbeit... ^^

P.S.2: Jedem neuen Blogeintrag muss leider ein alter zum Opfer fallen... Dämliche Speicherplatzbegrenzung! Nur zur Info...

4.3.10 08:25





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