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"Eine lange Reise" oder "Straßenkinder in Australien"

Knapp 40 Grad Außentemperatur, roter Sand soweit das Auge reicht, seit der letzten Begegnung mit einem anderen Fahrzeug ist eine Stunde vergangen… Willkommen auf der längsten Straße der Welt , 168 km nur geradeaus! Australiens Mitte ist ein Synonym für Einsamkeit. Liam sitzt am Steuer, ich bin Navigator, Elli schläft auf dem Rücksitz und Kaschi ist in ihr Buch vertieft. Die Klimaanlage rauscht, aus dem Laptop singen „The mamas and the papas“ „California dreaming“. Als die Dämmerung einbricht (Känguru  Primetime) wird es Zeit den Campingplatz in der Wildnis an zu steuern, ein Feuer zu machen, zu kochen und die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Wo ist der Junge mit der Gitarre und die Sternschnuppen? 5 Tage am Stück jeden Tag ca. 6 Stunden Auto fahren, schlafen, Auto bepacken, rote Sonne, Kängurus und lange Gespräche. Wir haben die Zivilisation hinter uns gelassen und sind auf dem Weg von Adelaide nach Perth. Seit einer Woche sind wir nun wieder Straßenkinder und es wurde Zeit, das Konto zu checken und sich über das hart verdiente Traubengeld zu freuen, denn Nahrung für Mensch und Maschine haben ein dickes Loch in unsere Geldbeutel gefressen. Doch seltsamerweise sieht unser Konto nicht wohlgenährt aus, sonder eher ausgedörrt. „Keine Panik, alles gut!“ -  wir rufen einfach den Supervisor an und fragen was los ist. All right: jetzt ist Panik! Der Supervisor stellt sich dumm und kennt unseren Namen nicht mehr;  kein Geld und es sind noch 600 km bis Perth.

 

Ordnung muss sein - Tetris für Fortgeschrittene!

Ein Blick aus dem Fenster bei schneller Fahrt... Wenigstens braucht man nicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten - es gibt ja keine!

Archäologische Funde und die Feststellung ich sollte vielleicht Handmodell werden und in dem Bussiness große Karierre machen anstatt stupide Früchte zu pflücken...

96 km bis zum nächsten Schild.... Und dazwischen die Möglichkeit eines der abgebildeten Tiere zu überfahren...

Jeder ist mal dran, die größte Gefahr der Strecke ist nämlich Langeweile und Müdigkeit

Eine Impression was "lang" wirklich bedeutet - bis zum Horizont keine Kurve und man kann gefahrenlos herumschlendern...

Die Nullabor Plain - ein Garant für Spaß und Aktion! :D

Wir sind in Esperance, ganz weit im Südwesten. Die Stadt ist klein aber touristisch. Eine traumhafte Bucht namens Lucky Bay, welche an den Strand aus der Bountywerbung erinnert, hellt den Tag auf. Der Himmel spiegelt unsere Stimmung wieder: friedhofgrau. Ich traue mich als Einziger ins Wasser und werde dafür mit einem Delfin belohnt, der 100 Meter neben mir aus dem Wasser springt und sich seines Lebens freut. Jetzt wird es ernst: alles Geld auf einen Haufen und zählen. 15 Sekunden später Resignation: 21 Dollar und 35 Cent. Und das durch vier! Immerhin ein voller Tank. That‘s it. Es wird überlegt, diskutiert und geflucht. Telefon raus und ortsansässige Fast Food Ketten, Golfclubs,  Hotels und im Hafen angerufen . Keine Jobs, nothing, Saison ist vorbei, sorry guys…. Ich wühle in meinen Gedanken - ein Gespräch fast ein Jahr zurück - Gedankenfetzten rasen durch meinen Kopf: „Western Australia… Kalgoorlie- Bolder… Mienenstadt… 5000 Dollar die Woche…“ Bähm! Da ist es! Ein Schulkamerad (Danke Pierre) hat uns von dieser Stadt, welche nur 400 m von uns entfernt ist, erzählt. Okay, Liam googlet die Nummer eines Hostels und ruft an. Die Frau klingt sehr nett und erzählt uns, dass der Rummel in der Stadt ist und die Stadtverwaltung Leute braucht, die helfen das Gelände auf Hochglanz zu bringen. 15 Dollar die Stunde nach Steuern. Plötzlich kommt die Sonne hinter den Wolken hervor.

Nur die Sonne wollte nicht so Recht, sonst perfektes Urlaubfeeling

Panoramablick über den Lucky Bay - ob er uns auch Glück bringt?

Ellis neue Schuhe die neben dem perfekten Sand garnicht mehr so neu scheinen...

"Der Denker"

Posing und Acting please! Mutige Höhlenforscherin...

"Na Hallo!" - Wagemutig wird sich bei allen Witterungsverhältnissen ins Wasser geworfen...

Los geht’s: 4 Stunden Fahrt durch die Wüste… Es wird dunkel, aber Elli bringt uns sicher ans Ziel. Kalgoorlie heißt unsere neue Heimat für ein paar Wochen. Breite Straßen, Mienen, Gold, eine Stadt getragen vom Reichtum des Goldes. Am nächsten Morgen wird gearbeitet! Ähm… Arbeiten ist zu viel gesagt, es wird viel gestanden, bisschen Möbel verrückt und viele Soft Drinks getrunken. Die Stadt hat ca. 20 Leute für eine Arbeit angeheuert, welche 5 Leute in 2 Tagen verrichten können. Wir arbeiten 4 Tage und freuen uns über leicht verdientes Geld. Was gibt es noch zu berichten? Ja: St. Patricks Day - ein irischer Feiertag, der aufgrund vieler Leute von der kleinen grünen Insel, auch auf der großen roten Insel gehörig gefeiert wird. Um den Abend kurz zu fassen: viel Grün, viel Guiness und viele Kopfschmerzen am nächsten Tag. Happy days und Arbeit in Aussicht für die nächsten Wochen - will noch nicht zu viel verraten, aber wir bleiben Straßenkinder…

Ganz traditionell in Grün... Nur der Engländer tanzt wieder aus der Reihe! Zu posch...

 

"Bunnings Warehouse" - Hoch motiviert stürzen wir uns auf jedes Jobangebot mit Begeisterung!

"Was bitte? Siehst du nicht das ich beschäftigt bin?" Becks schmeckt eben doch besser als Guiness also schweigen und genießen...

Eins muss man uns lassen, ein schönes Paar sind wir schon! Auch wenn Elli immer über meinen neuen Bart schimpfen muss...

Liebe Grüße an alle

Elli und Cons

15.4.10 13:42
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(26.4.12 08:56)
lol

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